(Fanny Elssler als Cachucha-Tänzerin)

(Fanny Elssler.) Die berühmte Ballerina, 1810-1884, als Cachucha-Tänzerin im 3. Act des „Balett du Diable boiteux“. Auf Rosen, eine einzelne Blüte in der angewinkelt erhobenen Linken betrachtend. Beidseits kleine lateinamerikan. Sujets. Mit ornamentalen Einfassungen und beidseits abgeschlossen mittels zweier separater, nur oben befestigter geprägter Ornamentstreifen auf Papier, deren linker rückseits mit Bleistift beschriftet „El Patronato“. Tuschpinselzeichnung mit Goldreliefmalerei auf Karton. Ca. 1920. 128 x 200 mm.

Vgl. Moufang, Alt-Berlin in Porzellan (hier aufliegend mit Nr. 56/100 Explren. der Luxus-Ausgabe in Pergament), Nr. 108 + Taf. 20 nebst Beschreibung S. 18. – ZIGARRENKISTEN-ILLUSTRATIONSENTWURF. – Unten rechts im weißen Rand hs. Reg.-Nr. O#3733 in Tinte, verso Montagespuren. – Siehe auch nachfolgend mit „Fanny Elssler“ bezeichneten skizzierten Entwurf der Diva in Oval + reizvoll eingefaßten skizzierten Entwurf des linken der obigen beiden Landschafts-Sujets.

Bildlich wie farblich getreue Wiedergabe der noch jugendlichen Tänzerin, „die ganz Europa in Ekstase versetzte“ (Max Osborn, 1910), von der rechteckigen Schale (31 x 22 cm, an Stelle der hiesigen Lateinamerka-Sujets dort Blumen) des Berliner Porzellan-Kabinetts, die ihrerseits die Farblithographie von Charles E. Motte (1785-1836) „Fanny Elßler, Balett du Diable boiteux 3e acte“ zitiert, deren Vorzeichnung sein Schwiegersohn Achille Devéria (1800-1857) nach der Bronzestatuette Jean Auguste Barre’s (1811-1896) gefertigt hatte. Devéria’s „qualitätvolle(s) Œuvre ist ein bed. Zeitzeugnis der intellektuellen und mondänen Ges., und z.T. bringt er ein erot. wirkendes Einfühlungsvermögen zum Ausdruck. Sein weicher, subtiler und geschickter Duktus hält dem Vergleich mit den Zchngn von J.A.D. Ingres stand“ (AKL, das Porträt – irrig „Essler“ – innerhalb der Gruppe seiner zwischen 1828 + 1835 entstandenen besten ebenso erwähnend wie Thieme-Becker die Statuette Barre’s [„Elsler“]).

„ Fanny Elssler feierte 1830 in Berlin ihre ersten Triumphe. Nach großen Erfolgen in den Hauptstädten Europas, und nachdem sie 1841 auch in Amerika Aufsehen erregt hatte, schied sie 1851 von der Bühne “

(Moufang).

Unmittelbar nach ihrem Auftritt in Cuba 1845 figurierte sie auf einem dortigen Zigarrenkistenetikett als bislang frühestem bekannten Beispiel für die Verwendung berühmter Persönlichkeiten.

Die Sammlung wird nur komplett abgegeben / Preis auf Anfrage

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